Innovative Konzepte für den naturwissenschaftlichen Unterricht standen heute im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung des Arbeitgeberverbandes Chemie für Lehrerinnen und Lehrer. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmer kostenlos eine umfangreiche Zusammenstellung von Arbeitsblättern für die Unterrichtsgestaltung in den Fächern Chemie, Biologie sowie Physik und Technik. Mit diesem Angebot setzt der Verband seine Initiative zur Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung fort.
Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der chemischen Industrie im Bergischen Land e.V., Jürgen Hülsemann, wies anlässlich der Veranstaltung darauf hin, dass insbesondere Forschung und Entwicklung die Schlüsselgrößen für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft seien. Es sei daher notwendig, eine viel größere Zahl von Schülern für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.
„Die Unternehmen der chemischen Industrie haben schon heute vielfach Schwierigkeiten, ihren Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken. Dieses Problem wird sich wegen der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahren noch verschärfen. Zu wenige Schüler interessieren sich für Physik und Chemie im Unterricht. Die Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung ist für unseren Verband daher ein wichtiges Anliegen“ so der Verbandsvorsitzende.
Als fachkundiger Referent zum Thema „Neue Wege der Gestaltung des naturwissenschaftlichen Unterrichts“ stand Professor Dr. Michael Tausch, Bergische Universität Wuppertal, zur Verfügung. Professor Tausch ist Inhaber des Lehrstuhls für Chemiedidaktik und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung von innovativen Unterrichtskonzepten und Materialien für das Fach Chemie. Zudem setzt er sich aktiv für die chemiedidaktische Kommunikation zwischen Schule, Hochschule, Industrie und Gesellschaft ein.
Die Experimente in den übereichten „Arbeitsblättern
zur Unterrichtsgestaltung in den Fächern Chemie, Biologie, Physik und Technik“
wurden von Lehrkräften aus 10 Schulen in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit
der Firma BASF zusammengestellt und zwei Jahre in der Praxis erprobt. Die Unterrichtsmodule
eignen sich hervorragend für den Einstieg in die naturwissenschaftlichen
Unterrichtsfächer und für Arbeitsgemeinschaften der Jahrgangsstufen
5-7.